Schneekristalltanz


Es ist klirrend kalt. Meine Hände suchen Wärme im Pelz der mich hüllt. 2032MüM. Mein Gesicht fühlt sich an wie erstarrt und schmiegt sich an den Kragen meines Mantels, der sich um meinen Hals legt. Blaue Augen saugen Bilder ein die mein INNERES in die Stille begleiten.

Ich atme ein. Und atme aus. Rythmisch und ruhig.


Ich liebe den Winter. Ich liebe den Winter in den Höhen. Ich liebe die verträumte Klarheit, die der Schnee sanft auf die Landschaft legt, in der Höhe. 
Wie von Fingern gezogen, fügen sich die Spuren mutiger Touren - und Skifahrer in zuvor noch unberührt verschneite Hänge. Die Sonne spielt Ihren Lichtertanz nun hinter dem Gipfel vor mir, der mir die blaue Schattenstunde schenkt. Mir, ist egoistisch. Wems auffällt, gehört das Wunder auf Zeit. In Ihm sieht alles aus als wäre es gemalt. Farbe bekommt einen unvergleichlichen Schimmer. Die Konturen, die dunklen Flecken tanzen in den Schneekristallen. 


Es richt nach Härte, vielleicht auch nach Tiefe. Diamanten gleich, liegen Sie da. Angeschmiegt. Verschmolzen. Geeist zu entzückend hüllender Schönheit.



Etwas scheint zu fliessen. Es ist Wasser, zuvor als Schnee gefallen. Nun liegt er da, ausgeliefert den Elementen. Die Sonne hat Ihn fest im Griff. Schenkt Ihm eine neue Textur. Zurück. Was er war. Der Schnee. Wasser, das zu Schneekristall verzaubert, zum tanzen aufgefordert wird. Der knirschend unter meinen Füssen einen Takt anstimmt.



Es ist Winter. Hier oben. Dort unten. In mir. Etwas scheint zu schlafen. Etwas scheint sich zu besinnen. Etwas sucht die Ruhe, bevor der Boden sich an dem Wasser, das jetzt noch Kristall ist, vollsaugt - im Frühling. 


Lass ihn noch Sein, den Schnee. Leg Ihm noch "dazu" von Seinesgleichen. Und lass uns, die wir Ihn verehren, seine Zeichen deuten, sodass wir uns nicht in Ihm irren. Er kann uns freundlich gesinnt tragen - ist in seinem Naturell - jedoch, zu gegebener Zeit, schonungslos. 


Tanzt, mit mir!...Schneekristalle. Tanzt!